Alte Schule




3.8 (5 Rezensionen)
Ihre Haare streiften über eine Pusteblume, die sich zwischen den Ritzen der Pflastersteine hindurch gezwängt hatte. Die Samen flogen auf und sie blies die kleinen Fallschirmchen weg, so dass sie ihr nicht in Mund und Nase geraten konnten.
Überrascht stellte er fest, wie schwer sie geworden war. In einem Jahr würde er sie nicht mehr so ohne weiteres halten können. Aber dann würde sie auch kein kleines Mädchen mehr sein, das Spaß daran fand, sich die Welt auf dem Kopf zu betrachten.
Seit ich als zehnjähriger beim Stöbern in der Fotokommode meiner Eltern eine alte Kamera entdeckt habe, fotografiere ich. Ich kann mit Bildern genau so viel ausdrücken, wie mit Worten. Aber nicht immer ist eine Kamera dabei. Dann schreibe ich Bilder. ‚Alte Schule’ ist so ein Bild, das nicht aus Pixeln, sondern aus Wörtern besteht.
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vorher Klappentext lesen!
Von bobele200a am 29.11.2010 um 15:27 Uhr | Nur diese Rezension anzeigen
Die Warnung die ich hiermit vergeben habe, wurde von mir selbst nicht durchgeführt und schon hatte ich das Pech darauf reinzufallen. Im ersten Moment habe ich gedacht, was macht er denn jetzt, das Ganze ergibt überhaupt keinen Sinn, dann las ich den Klappentext und muss sagen, wie immer perfekt ge- und beschrieben. Superschön geschrieben und nicht ...
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sprachlich perfekt
Von donn1966 am 14.09.2010 um 10:00 Uhr | Nur diese Rezension anzeigen
Liest man vorerst den Klappentext und die Erklärung des Autors, dann erscheint die Geschichte im rechten Licht. Die zwei Seiten spieglen die Betrachtung eines Bildes wieder, das sprachlich perfekt in Szene gestellt wurde. Alleine die kleine Handlung mit Leo erwckt in dem Bild etwas Bewegung. Doch ein kleiner Film? Ein kleiner Schwenk mit der Kamera? Vor ...
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Wie eine Bleistiftskizze
Von Rike am 12.09.2010 um 10:45 Uhr | Nur diese Rezension anzeigen
Ein gedanklicher Ausflug in die Vergangenheit während die Zukunft neben einem sitzt und die Gegenwart auf den Kopf gestellt wird. Sprachlich sehr schön skizziert, Details beachtend und doch viel Weiß dazwischen. Zum wiederholten Male stelle ich fest, dass dieser Autor es schafft, mit wenigen Worten alles zu sagen und damit dem Leser Platz lässt, für das ...
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