Zwischenräume




4.7 (7 Rezensionen)
Räume haben immer etwas Begrenztes, sie vermitteln Sicherheit, können aber auch beengend wirken. Das Wort "zwischen" suggeriert immer etwas, das nicht eindeutig, unfertig, nicht lokalisierbar ist und doch ist es die Brücke zu dem Eindeutigen, dem Fertigen, dem Bestehenden.
Zwischenräume spielen eine große, tragende, oft entscheidende Rolle in der Musik, der Kunst, sogar in der Literatur und im Theater. Zwischenräume haben nichts Zufälliges. Sie werden bewusst platziert, ausgedehnt oder verkürzt, gefüllt oder provoziert. Sie sind eine Form des künstlerischen Ausdrucks. Und wie ist es mit Zwischenräumen zwischen Menschen? Ist es nicht oft so, dass gerade die Zwischenräume, die Abstände uns einander näher bringen? Nehmen wir uns mit etwas Raum zwischen uns nicht viel deutlicher wahr, als wenn wir uns dicht an dicht ineinander verbeißen?
Unter dem Titel ZWISCHENRÄUME präsentiert dieses Werk elf lyrische Betrachtungen, die sich ausschließlich mit dem Zwischenmenschlichen befassen.
Die hier vorgestellten Gedichte sind eine Auswahl aus meiner lyrischen Arbeit. Sie sind über Jahre hinweg entstanden. Gedichte zählen für mich zur höchsten und eindringlichsten Form der Literatur. Leider sind Gedichtbände heutzutage aus der Mode geraten. Aber das kann sich ja wieder ändern ...
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